Die Liebe Gottes größer ist

1
Die Liebe Gottes größer ist
    Als Stift, noch Zunge es uns sagt,
Den höchsten Stern sie weit umschließt,
    Tief in den Hades nieder ragt.
Welch Liebe, Licht! – Als Gott verspricht
    Den Sohn beim ersten Fall!
Und Er vergibt, den Sünder liebt,
    Versöhnte uns am Pfahl.
  Oh Gottes Liebe, reich und rein!
    So stark und unendlich!
Engel und Heilige, stimmt ein!
    Wir preisen ewiglich.
2
Die düstren Zeiten werden enden,
Und jedes Königreich vergeht;
Wer jetzt nicht betet, wird sich wenden,
Zu Ihm in Höhlen er dann fleht.
Welch Liebe! Weit, so hoch und breit!
So stark und unendlich!
Welch reiche Gnad Gott für uns hat!
Wir singen’s ewiglich.
3
Wär nur aus Tinte jedes Meer,
Und wärn die Himmel aus Papier;
Käm jeder Halm als Stift daher.
Wär jeder Mensch ein Schreiber hier;
Wer sie beschreibt, stets dabei bleibt,
Austrocknen würd das Meer;
Die Niederschrift noch übertrifft
Die Himmelsweite sehr.